Donnerstag, 11.07.2024

Forscher beobachten rätselhaftes Sterben von Seeigeln

Tipp der Redaktion

Felix Bauer
Felix Bauer
Felix Bauer ist ein politischer Journalist, der mit seiner tiefgehenden Analyse und seinem klaren Verständnis für politische Zusammenhänge überzeugt.

Forscher auf der ganzen Welt beobachten besorgt das rätselhafte Sterben von Seeigeln, das durch einen verheerenden Parasitenbefall verursacht wird. Die Auswirkungen dieser Entwicklung bedrohen nicht nur die fragile Unterwasserwelt, sondern haben auch globale Ausmaße angenommen.

Die tödliche Erkrankung breitet sich rasant aus und hat bereits zu massenhaften Sterbefällen von Seeigeln in verschiedenen Teilen der Welt geführt. Die betroffenen Seeigel werden in kürzester Zeit zu Skeletten, was auf den Parasitenbefall zurückzuführen ist.

Besonders besorgniserregend ist die Verbreitung der Seuche, die mittlerweile im Indischen Ozean, im Mittelmeer, im Roten Meer und in der Karibik zu Ausbrüchen geführt hat. Forschende schätzen, dass seit Dezember 2022 der größte Teil der Populationen betroffener Seeigel-Arten im Roten Meer sowie hunderttausende Seeigel weltweit vernichtet wurden.

Dramatisch ist auch die Identifizierung des Erregers, der sich als Wimperntierchen (Philaster apodigitiformis) herausstellte. Dieses winzige Lebewesen war bereits für das Massensterben des Atlantischen Diadem-Seeigels in der Karibik verantwortlich. Die Stabilität der Korallenriffe, die von den Seeigeln abhängen, ist daher in einem noch nie dagewesenen Ausmaß bedroht.

Angesichts dieser alarmierenden Lage fordern Experten dringend Maßnahmen zum Schutz gefährdeter Seeigelarten und zur Erhaltung der Korallenriffe. Insbesondere die Schaffung von Brutpopulationen gefährdeter Arten in speziell dafür vorgesehenen Zuchtsystemen wird als dringend notwendig erachtet, um später wieder gesunde Tiere in die Natur entlassen zu können. Gleichzeitig ist es von größter Bedeutung, die Ursachen für den Ausbruch der Seuche intensiv zu erforschen, um weitere Schäden an der marinen Umwelt zu verhindern.

Weitere Nachrichten

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelle Nachrichten