Dienstag, 23.07.2024

Ist Erdgas aus Russland unverzichtbar? Studie liefert eindeutiges Ergebnis

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Thomas Weber
Thomas Weber
Thomas Weber ist ein erfahrener Journalist, der sich durch seine tiefgehenden Analysen und seine präzise Berichterstattung auszeichnet.

Die europäische Abhängigkeit von russischem Erdgas und mögliche Alternativen zur Gasversorgung stehen im Fokus einer aktuellen Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts DIW. Laut der Studie ist die Europäische Union trotz ihres hohen Gasbedarfs nicht zwangsläufig auf russisches Erdgas angewiesen. Dies könnte durch Pipeline-Importe aus anderen Ländern sowie durch den verstärkten Einsatz von LNG sichergestellt werden.

Obwohl die EU nur noch ein Viertel der ursprünglichen Menge an Erdgas aus Russland importiert, bleibt Russland ein bedeutender Exporteur von Flüssigerdgas (LNG) nach Europa. Die Studie zeigt, dass Länder wie Norwegen, die USA, Algerien, Katar, Nigeria und Aserbaidschan bei einem möglichen Wegfall des russischen Erdgases die Versorgungslücke schließen könnten. Allerdings wird der geplante Ausbau an LNG-Importterminals in der EU als überdimensioniert angesehen.

Die Schlussfolgerungen der Studie deuten darauf hin, dass die europäische Energiewirtschaft auf einen möglichen Erdgasausstieg zusteuert. Ein verstärkter Umstieg auf erneuerbare Energien könnte dabei helfen, Importabhängigkeiten zu verringern und die Erpressbarkeit in Energiefragen zu reduzieren.

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